LANXESS Arena entscheidet sich für TW AUDiO: Festinstallation mit VERA36 und T24N

Als “Kölnarena” begann 1998 die Geschichte des größten Eishockey-Stadions außerhalb der USA. In 2008 wurde sie umbenannt in Lanxess Arena. Heute findet man die Lanxess Arena im Kölner Stadtteil Deutz mit ihren ca. 20 000 Sitzplätzen auf Platz 6 der 'Top 200 Arena Venues Worldwide Ticket Sales' Liste.

Gebaut wurde sie in den Jahren 1996 - 1998, für die damalige Zeit ausgestattet mit hervorragender Tontechnik. Aber in 20 Jahren verändert sich doch so einiges - der Anspruch an ein Tonsystem ist vehement gestiegen: Hohe Erwartungshaltungen des Publikums an den Sound, höhere Ansprüche der Techniker sowie des Arena-Managements an Flexibilität, Funktionalität, gleichmässige Lautstärkeverteilung an allen Plätzen sowie Wirtschaftlichkeit und letztlich veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen, die erfüllt werden müssen.

So beschloss das Arena-Management das alte Lautsprechersystem zu ersetzen und die Anlage zu modernisieren. Unter der Leitung des seit vielen Jahren verantwortlichen Tontechnikers der Arena, Michael Häck, startete das Projekt. Der Auswahlprozess war für die beteiligten Techniker und Systembetreuer eine Herausforderung, mussten doch viele Entscheidungskriterien und Parameter berücksichtigt werden. Die Anforderungsliste an das neue System war dementsprechend lang: verschiedene Beschallungszonen werden benötigt, das komplette System muss auch im 24/7 Betrieb als Sprachalarmierung arbeiten, Teile des Systems als Delayline bei großen Konzerten Verwendung finden. Bei hauseigenen Veranstaltungen wie zum Beispiel den Spielen des heimischen Eishockey Teams “Kölner Haie” sollte die Dramatik des Spiels mit “epischer Akustik” unterstützt werden.

Grundsätzlich war der gesetzlichen Auflage nachzukommen, in der Arena mit mehr als 3 Sekunden Nachhallzeit einen Sprachverständlichkeitsindex (STI) von 0,5 auf allen Sitzplätzen sowie den gesetzlich vorgegeben SPL-Wert zu erreichen, der in einer ausverkauften Arena bei einer Evakuierungssituation benötigt wird.

Nach diversen Gesprächen, Demos und Hörtests fiel im April 2016 die finale Auswahl auf TW AUDiO. Eine Kombination aus VERA36 und dem Subwoofer S33 soll als Main System rund um den bekannten Videowürfel platziert werden, unterstützt durch einige T24N für das Spielfeld und die Ränge.

Umgehend begann man mit der Umsetzung des Vorhabens: “Natürlich galt es nicht nur Lautsprecher auszutauschen”, so Michael Häck. “Die gesamte Infrastruktur, bestehend aus Lichtleiterkabel, Netzwerktechnik, Endstufen und Signalprozessor sollten ersetzt werden”.

Um die Anforderungen an das Processing zu erfüllen, entschloss man sich einen der Marktführer für netzwerkgesteuerte Audioübertragung ins Boot zu holen: Biamp. Bei TW AUDiO wurden für die offene DSP Struktur der Tesira Server die Presets generiert und in den Signalflow eingebunden. Als Amping kommen 16 Lab.gruppen D-Series in der TESIRA Version zum Einsatz.

Geplant wurde das System mit Hilfe von Ease 4.4 sowie Ease Focus 3. Nach etlichen planerischen Absprachen wurden bei TW AUDiO Sonderanfertigungen bezüglich der Aufhängevorrichtung der Arrays und der Ampracks am Catwalk gefertigt, die dann bei der eigentlichen Installation ihre Verwendung fanden.

Seit Oktober 2016 ist das gesamte System im Einsatz: 56 x VERA36, 16 x VERA S33 und 10 x T24N sorgen nun für einen neuen und zeitgemäßen Sound in der Lanxess Arena und erfüllen alle Kriterien des Anforderungsprofils.

Michael Häck zur Installation: “Bei den Tests im Auswahlverfahren haben wir schon während den ersten Messungen festgestellt, welche Power und Directivity das VERA36 System hat. Im Januar 2016 kam ein TW AUDiO System zum ersten Live-Test während der „Lachenden Kölnarena“ zum Einsatz. Dabei wurde pro Seite ein 10er Array VERA36, daneben vier geflogene S33 Subwoofer mit einem „End Fire Preset“ eingesetzt. Wir waren alle - einschließlich Haus- und Bandtechniker - davon begeistert, wie entspannt sich vor allem die Sprache tonal gegen den Umgebungslärm von 8000 Karnevalsjecken und gefühlten 4000 Tambourins durchgesetzt hat. Das System konnte durch hohe Sprachverständlichkeit und definiertem Klangbild überzeugen.”

“Aber nicht nur der Sound war das entscheidende Auswahlkriterium für TW AUDiO: auch die professionelle planerische Zusammenarbeit im Vorfeld der Entscheidung mit den Kollegen aus den Abteilungen Konstruktion, Entwicklung und Support muss erwähnt werden, jede konstruktive Idee wurde aufgenommen, darüber nachgedacht und letztlich auch umgesetzt. Dies setzte sich auch nach der Installation fort. Ebenso die Firma Biamp: kompetent wurde das System den Bedürfnissen im Nachgang der Installation weiter angepasst.” so Michael Häck.


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