FAQ
Frage
Answer
ja, ein LA muss prinzipiell anders behandelt werden als ein Pointsourcesystem. Das Abstrahlverhalten eines PS-Systems ist im Lautsprecher selbst fest verankert, der vertikale Abstrahlwinkel liegt meistens zwischen 30 und 60 Grad. Der vertikale Winkel eines LAs hingegen ist durch dessen curving einstellbar. Die Grenzen des Schallfeldes sind beim PS-System eher weich / fließend. Beim LA ist die Abgrenzung vor allem im HT-Bereich sehr abrupt. Ein PS-Lautsprecher hängt man eher hoch und winkelt ihn entsprechend nach unten. Ein LA kann man tiefer positionieren und dabei flacher über das Publikum hinweg beschallen. Mittels dem curving kann man die Schallenergiedichte innerhalb des Arrays einstellen. Weniger gewinkelte Boxen im Array erhöhen die Schallenergie an deren Position, während weiter aufgewinkelte Arrayelemente die Abstrahlfläche vergrößeren und deren Energie darauf verteilen. Daraus geht hervor, dass Lautsprecher im oberen Arraybereich zur Energieerhöhung für weiter entfernte Zuhörerbereiche gering gewinkelt werden. Nach unten hin nehmen die Splaywinkel im Array zu, die Boxen werden also nach unten hin zunehmend aufgefächert, da die Distanz zu den Zuhörern geringer wird. Gleichzeitig wird die, von jeder einzelnen Box abgedeckten Fläche kleiner, da die Boxen ja nun steiler von oben auf die Zuhörer auftreffen. Die Kunst besteht nun darin, das curving sowie die Höhe des LAs so fest zu legen, dass eine möglichst gleichmäßige Abdeckung mit möglichst geringer Lautstärkeschwankung über die gesamte zu beschallende Fläche erzielt wird. Zur Visualisierung und Optimierung dient die EASE Focus (derzeit noch Version 1) Simulationssoftware.



